Die Schmählausch Nr. 5

Hilli Reschl und "Tscharli Tatty" Karl Tattyrek

 

Nr. 5 war die beste Schmählausch von allen – und Tscharli Tattys Abschied aus seinen Fünfzigern! Der Jubel des Publikums war fulminant, und selbst nach einer Stunde Überzeit wollte niemand heimgehen.

Als Original Cabarett Conferencier zelebrierte Tscharli Tatty Lieder wie „A schräge Wiesn“ und erinnerte damit an Heinz Conrads 30. Todestag, mit „Segns, des is Weanarisch“ erinnerte er an den Urwiener Peter Alexander, der den 90er gehabt hätte. Auch der 100er Maxi Böhms wurde mit einem Vortrag von dessen typischen Witzen gefeiert.

Tattys Jubiläumsgast der Herzen war Hilli Reschl („Frau Anni“ aus dem Seniorenclub) mit ihren frischen 90 Jahren, die mit der Queen Elisabeth die Körpergröße, die Frische, aber auch den Geburtsmonat April und den Jahrgang gemeinsam hat. Mit damenhaft vorgetragenen Schmähtandelein und Anekdoten eroberte sie das Herz des Publikums im Sturm. Ihr herzlicher, großartiger, jung gebliebener Charme und ihre unglaubliche Fitness rissen sogar das teilweise jugendliche Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Ihr zu Ehren sang das Publikum den Hit: „Wenn wir nicht die Omi hätten!“

Adi Hirschal, als besonderer Stargast und Freund Tattys, rockte den Saal mit Temperament und Hits, wie „In der Vorstadt“ („In the Ghetto“ von Elvis), „Kaisermühlen Blues“, „Heut nimm i Obschied von Liebhartstoi“, „Die Reblaus“ im „Cucaracha Sound“. Wiens schärfste Putzfrau „Traudl“ (Christian Deix) gab sich als seine verschämt-verliebte, heimliche Verehrerin zu erkennen. Tattys persönlicher Höhepunkt war das Duett mit Adi „Es is schön, mit an Freund oid zu werden!“

Tatty als Tscharli Derb erklärte trockenwitzig, wie er durch die Heirat mit Mitzal, der schiachsten, aber auch reichsten Frau der Stadt vom armen Schlucker zum Millionär aufgestiegen – und von ihr verlassen – wieder abgestiegen ist. Erzählte von dem ihm zugelaufenen, deshalb persönlichen Flüchtling, der sich nach musikalischem Wettstreit, als Operntenor entpuppte. Und dann sang Rene Velazquez Diaz „Dein ist mein ganzes Herz!“, „Wien, Wien nur du allen“ und „Ja, ja der Chianti-Wein“. „Traudl“ konnte auch von diesem interessanten südländischen Mann nicht die Finger lassen und sang mit perfekter Musicalstimme zu Renes Tenor „O sole mio“.

Weitere Hits, wie das aktuelle „Ham kummst“ von Seiler & Speer, mit speziellem Text: (Wennst no amoi meinen Mann bumst, ...vom Kran plumpst, ...aufn Bam brunzt) ließen kein Auge trocken! Mitreißend ihre „Marina“ Version mit: „A Wiena, a Wiena, a Wiena!“.

Die Schmählausch Nr. 6 ist schon fixiert: am 28. April 2017 im Schutzhaus Schmelz!